Herzlichen Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch

Es ist geschafft. Die Pflegefachhelfer der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe haben ihre Ausbildung am vergangenen Freitag erfolgreich beendet. In einer Feierstunde übergaben Schulleiterin Barbara Pöhner und Klassenleiterin Regina Möller den Absolventen die Zeugnisse.

Zu Beginn der Ausbildung vor einem Jahr zierte ein großes Plakat die Klassenzimmertür.  Auf dem wünschten sich die Schüler in unterschiedlichen Sprachen „Guten Morgen“. Denn viele Schüler stammten aus anderen Ländern wie beispielsweise der Türkei, Afghanistan, Kenia, Somalia, Thailand oder dem Kosovo. Ein Jahr später haben viele sicherlich ihre Fremdsprachenkenntnisse um ein wichtiges Wort erweitert: Glückwunsch! Denn alle 18 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule haben ihre Abschlussprüfung bestanden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit einem Notendurchschnitt von 2,1 hat der Jahrgang 2014 die Latte für den in Kürze beginnenden neuen Ausbildungsjahrgang hoch gelegt.

Zu den besten im Jahrgang mit jeweils einer 1,2 gehören Anna Kopp, Christine Leiß, Sharlyne Nees und Brigitte Höfle. Sie alle werden auch weiterhin in der Krankenhaus GmbH tätig sein. Brigitte Höfle im Marie-Eberth-Altenheim und im Zentrum für Altersmedizin und die anderen drei Damen als Schülerinnen der dreijährigen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Zu den Jahrgangsbesten gesellen sich noch drei weitere Schüler, die entweder eine Beschäftigung als Krankenpflegehelfer aufnehmen oder die dreijährige Ausbildung im Oktober beginnen.

Die einjährige Ausbildung

Die einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer (Krankenpflege) besteht aus einem Praxis- und Theorieteil. Die praktische Ausbildung wird in den Einrichtungen der Krankenhaus GmbH absolviert sowie in der Caritas-Pflegeeinrichtung St. Katharina in Peißenberg.

Ausgebildete Pflegefachhelfer übernehmen Assistenzaufgaben in Stations- und Gesundheitseinrichtungen mit dem Ziel, kranke und pflegebedürftige Menschen bei den täglichen Aktivitäten zu unterstützen und im Pflegeprozess mitzuwirken.

Schüler mit einem ausländischen Abschluss müssen das B2 Sprachdiplom nachweisen, um die Ausbildung aufzunehmen.

Die monatliche Ausbildungsvergütung liegt bei 740 Euro.

Die Zeugnisübergabe

Gedicht zum Ausbildungsabschluss

Nicht vorenthalten möchten wir euch das Abschlussgedicht von Christine Leiß. Sie gehört mit einer Note von 1,2 zu den Jahrgangsbesten und hat das Ausbildungsjahr in Versform festgehalten. Die Vertonung gab es live auf der Abschlussfeier. Hier nochmal zum Nachlesen:

Die Zeit is einfach so vergangen,
zu 18. ham mir angefangen,
a Kleines ham mia sogar no drangehangen.

Die Pausen waren immer zu kurz,
doch der Unterricht war uns niemals Schnurz.
Drum san mia heid a no komplett,
wei unsa Klasse war immer nett

koana is ausgrenzt oder gar beleidigt worden,
trotz kleiner oder a manchmoi großer Sorgen.

Mir ham alles immer irgendwie gemeistert,
die Lehrer warn a stets begeistert.

Schokolade, Nimm zwei,
Werters Echte fürd Frau Möller,
warn in da heiligen Box immer dabei.

Gruppenarbeit, nur zu zweit ?
Für uns hieß des immer Gemeinsamkeit !

ratschen, lachen oder gar laut gackern,
mia konnten aber a richtig hart ackern.

Ja die Prophylaxen, da Frau Möller ihr Steckenpferd,
de san ihr ganz fui wert,

da macht sie a ned lange faxen,
da packts di bei de Haxn.

Bei da Frau Pöhner gabs gar nia an Rebell,
mia lerntn alle schee brav de ATL,
auch über de psychisch Kranken,
machten mia uns gar tiefgründige Gedanken.

Leider selten war der Unterricht,
aber a Einladung zua am Essen,war für uns immer Pflicht !
Es war schließlich immer schöner mit da Frau Pöhner!

Watte in de Ohren,Erbsen in den Schuhen,
a komische Brille, somit blind wie ein Huhn,
ob Fischer, Pütter oder Ährenform,
ja des war scho enorm
den Verband bis rauf zur Unterhose,
und des alles gegen Thrombose ?

Mit de Spritzen,
brachte sie so manchen dann zum schwitzen
von Händedesinfektion bis hin zur Religion,
ja ihr wisst es sicher schon,
da wird vei nicht gemeckert,
es is schließlich de Frau Eckert

Da Herr Prielmeier vazoit gern von seine Fisch,
in seinem Weiher,
er is a Buach mit viele Seiten,
er woass ganz vui über alte Zeiten,

COPD oh je , Dokumentation und Herzinfarkt,
ois immer lustig eingepackt

Ständig suacht er seine Brille,
und viele Filme des war stets sei Wille,

Decke, Kissen und das Handtuch,
jeder hatte sein Versuch,
Gott sei Dank, ging nix zu Bruch,
unser Bobath-Held Herr Bölt

Tja Dekubitus,
und dann war eigentlich scho fast Schluss,
da Unterricht war trotzdem ein Genuss,

meine Herren und auch die Damen,
verzeihn`s Herr Fenzl,
es reimt sich nix auf ihren Namen

Frau Scheder,
ja de mog a jeder, da gibt`s a nix zum klagen,
de Frau is top, in allen Rechtsfragen,
ob draussen oder drinnen, mit ihr kann man nur gewinnen

Immer freundlich, nett und korrekt,
trotzdem hat a jeder respekt,
zum lernen, hat sie uns manchmoi ganz sche getrieben,
mia ham a viel geschrieben, bei da Frau Iven

durch ihr wiederholen hats dann a a jeder grafft,
drum hammas dann doch no olle gschafft,

Heid dann doch koa Ex!

Da fühlt sich jeder glei wohler,
im Unterricht vo da Frau Kohler
ob Herz, ob Lunge,
de Organe vom Madl oder von dem Junge,
bis hin zum Kinda kriang,
unser Hirn war immer kurz vorm kollabiern,

Tja so iss sie hoid es war uns trotzdem a Freud,
ganz still und leise sitzt sie in ihrem Zimmer drin,
egal mit welchem Problem,
zu ihr kannst immer hin,
sie telefoniert und organisiert,
hält allen den Rücken frei,
vor allem hat sie immer ein lächeln dabei,
vielen Dank Frau Eckert

Ich hoff, ich hab nun alle erwähnt,
mei jetzt hätt I mi beinah gschämt,
Herr Berchthold und Herrn Schmitt gem ma unsan Dank a no mit

I wollt mi jetzt no bei eich bedanken,
I mach mir schließlich so meine Gedanken,
es war a tolles Jahr,
IHR seids olle wunderbar

so zum guaden Schluß,
I hab ned vergessen, dass I mi no wo anders bedanken muss,
a herzliches Vergelts Gott an die Geschäftsleitung,
die Pflegedienstleitung,
das Pflegepersonal,
die Praxsisanleiter
und alle weiteren Kollegen die uns des ganze Jahr begleitet ham.

A besonderes Dankschön möcht I da Schulleitung, dem Lehrerkollegium und vor allem da Frau Möller aussprechen.

Christine bei der Zeugnisübergabe

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