Diabetes und Füße

Diabetes und Füße

Das Team der Gefäßchirugie der Klinik Schongau rät:

Bei einer Diabeteserkrankung sollten Sie einen besonderen Blick für Ihre Füße haben.

Das Diabetische Fußsyndrom gehört zu den häufigen Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus.
Aufgrund von reduziertem Schmerzempfinden durch Nerven– und Durchblutungsstörungen der Füße können so bereits kleine unentdeckte Wunden eine langwierige Therapie nach sich ziehen und schlimmstenfalls zur Amputation führen.

 

 

Bildnachweis: © Stefan Körber – Fotolia

Fragen?

Gefäßmedizinische Sprechstunde
Anmeldung:
Telefon: 08861 215-292 (Sekretariat)
E-Mail: sgunfallchirurgie@kh-gmbh-ws.de

1. Tägliche Fußinspektion auf Blasen, Risse und Kratzer.

2. Kontrolle der Fußsohlen mit dem Kosmetikspiegel bei eingeschränkter Beweglichkeit oder Kontrolle durch Angehörige oder Pflegepersonal bei ein-geschränktem Sehvermögen.

3. Untersuchen Sie Ihre Innenschuhe täglich auf Fremdkörper, Nagelspitzen oder Falten im Innenfutter.

4. Tragen Sie gut sitzende Strümpfe und wechseln Sie diese täglich.

5. Tragen Sie keine gestopften Socken. (Achtung: Druckstellen Gefahr)

6. Laufen Sie nicht barfuß, vor allem nicht auf heißem Sand, an Stränden oder in Schwimmbädern. So vermeiden Sie Verletzungen.

7. Machen Sie regelmäßig Fußgymnastik.

8. Gehen Sie zu professionellen Fußpflegern (medizinische Podologen).

9. Verzichten Sie auf scharfe und spitze Instrumente bei der Nagelpflege. Verwenden Sie Nagelfeilen.

10. Verwenden Sie Hornhautfeilen oder Bimssteine und keine Hornhauthobel!

11. Verwenden Sie keine chemischen Mittel zur Entfernung von Hornschwielen oder Hühneraugen.

12. Vermeiden Sie Verbrennungen durch heißes Wasser. Überprüfen Sie daher beispielsweise vorab die Badewassertemperatur mit einem Thermometer.

13. Waschen Sie Ihre Füße täglich mit lauwarmem Wasser und trocken Sie sie anschließend sorgfältig ab. Auf die Zehenzwischenräume achten!

14. Haben Sie nachts kalte Füße? Dann tragen Sie weiche Socken. Verzichten Sie auf Wärmflaschen und Heizdecken!

15. Pflegen Sie Ihre Füße täglich mit ureahaltiger Fußcreme (5-10% Urea!)

16. Tragen Sie ggf. weiche Spezialschuhe und kein einengendes Schuhwerk. Lassen Sie sich bei Bedarf orthopädische Einlagen verordnen. Verzichten Sie auf Hartle-derschuhe und Schuhwerk mit har-tem Fußbett . Tragen Sie stattdessen bequem sitzende Schuhe aus Leder und nicht aus Kunststoff.

17. Nehmen Sie an Diabetesberatungen und -schulungen teil.

18. Und zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Verletzungen am Fuß sollten sofort desinfiziert werden und umgehende einer ärztlichen Konsultation unterzogen werden!

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